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Jahresrückblick 2014 – was war los in NRW?

Kann man dieses Jahr überhaupt in Worte fassen? Man möchte es bezweifeln, wir meinen Nein. So viel ist passiert, und die Heterogenität der Themen auf diesem Blog ist so stark, dass auch eine Konklusion eigentlich nicht möglich ist. Versuchen wir es trotzdem, auch eingedenk der Glühweine, die ich kurz vor dem Verfassen dieses Textes gerade in mich hinein geschüttet habe. Film ab zu allem, was 2014 in Köln, Düsseldorf, Mülheim und anderswo von regionaler Wichtigkeit war!

Tannenbaum 2015

Am Weihnachtsbäume, da hängt ne Pflaume…

Im Januar noch müde, im Februar aber schon zu 100% da

Wie es oft nicht zu verhindern ist, fing das Jahr mit dem Januar an, zu einer Zeit, in der ich schon längst blogfertig sein wollte. Die Wintermüdigkeit zog sich aber dahin, und bevor sie in die Frühjahrsmüdigkeit überging, gebot ich beiden Einhalt und verbuchte mich unter die Millionen von Webmastern in aller Welt, allerdings auch unter die lediglich 16.000 Blogger Deutschlands.

Spiel der Könige in Brühl im März

Nach dem obligatorisch(en,) saudämlichen Begrüßungspost „Kuckuck, hier bin ich“ habe ich den Interessierten unter euch im März eine Online-Lehrstunde im Schach erteilt, durch den heiteren Artikel über das Ramada Schachturnier in Brühl. Mit einem Plugin, mit dem ihr die Schachpartien nachspielen könnt (natürlich nur die, die ich gewonnen habe) und wie immer klasse Fotos.

Bei einem der Größten im April

Einer der größten, noch lebenden Liedermacher, der, wie er selber auch zugibt, nicht nur alles immer nur richtig gemacht hat in seinem Leben, trat im April in Mülheim an der Ruhr auf. Für den Landesblog NRW ein Pflichttermin. Wenn Hannes Wader kommt, dann musst du bereitstehen. Und es ist kulturell, auch in Verbindung mit einem abendlichen Spaziergang durch Mülheim, der mit Abstand beste Artikel auf dem Blog bisher. Ich hoffe auf weitere, die folgen.

Der April hatte indes noch einiges mehr zu bieten. Mit meinem alten Kumpel Fabian und seinem ihm in nichts nachstehendem Zwillingsbruder Tobias habe ich die Steinbachtalsperre der Eifel und jene an sich unsicher gemacht. Naturmäßig, auch in Verbindung mit unserem Besuch des Holzapfels, einer der besten Artikel auf dem Blog.

Hannes Wader übrigens hatte sich auch für einen Mann eingesetzt, der in der Kölner Tagespolitik Ende April eine markante Rolle einnahm bzw. ihm zugedacht wurde: Karl-Heinz, genannt „Kalle“ Gerigk. Die Umstände seiner Zwangsräumung enthüllten die hässliche Fratze des Kapitalismus‘ in all seiner Form, und wir hoffen, dass dies in naher Zukunft ein Ende hat. Wo nur ist eigentlich gleich noch mein 10-Euro-Schein, die Flüge nach Mallorca sind gerade billig?! Naja.

Politische Schulung im Mai

Banner gegen Pro Köln über Dönergrill © Sibylle Schmidt

Banner gegen Pro Köln über Dönergrill © Sibylle Schmidt

Jo! Die Jungs kommen auch wieder dran. Muss ja nicht sein. In Köln ist eh kein gutes Pflaster für euch. Eine Analyse der Wahlplakate der Regionalwahl in Köln ergab insbesondere für jene von ProKöln die Haltungsnote Z. Sowohl von der Contenance als auch nach politischen Inhalten. Gut ist, dass die bunteste und gelassenste Stadt Deutschlands dem, wie wir sie kennen, einen kreativen Komplettriegel vorgeschoben hat. Ich bin stolz auf euch…

Der Anti-Schaller von Köln-Mülheim und die unbequeme Nacht im Juni

Bühne an der Schanzenstraße in Köln-Mülheim © Thilo Götze

Blick aus dem 6. Stock

Für den Juni hatte ich eigentlich nur 1 Artikel geplant, doch wurden durch eine Naturkatastrophe seltenen Ausmaßes dann doch zwei daraus. Als die Menschen am 9. Juni in Köln Birlikte abhielten, ein Fest zu Gedenken der NSU-Opfer des Anschlags mit einer Nagelbombe in der Keupstraße 2004, zog der Orkan Ela heran und riss mehrere Menschen in den Tod. Der Veranstalter von Birlikte reagierte noch vorher und gab den Anti-Rainer-Schaller, rettete wohl vielen Menschen das Leben.

Ich saß derweil im Düsseldorfer Hbf und schloss 2 Uhr nachts Bekanntschaft mit dem Abteilsitz unterm Kopf. Was macht man in NRW nicht alles mit. Vielleicht noch höchstens das Drachenbootrennen in Köln.

TV-Nostalgie in Köln mitten im heißen Juli

Originalgebäude der RTL-Serie Die Wache © Landesblog NRW

Originalgebäude der „Wache“, gut an den Bäumen zu erkennen

Wer kennt dies‘ Bild nicht (unter jahrelangen RTL-Zuschauern)? Das Gebäude, in dem sich Theo Severing, Hans Maybach und all die anderen in den 90er Jahren wocheein, wocheaus die Klinke in die Hand gaben, je nachdem, ob sie gerade Früh-, Spät- oder Nachtdienst hatten. Die Dokumentation markanter Drehorte der Fernsehserie Die Wache wurde ein toller Artikel, wenngleich ich gerne die Szene aus dem Original zum Vergleich dagegengestellt hätte. RTL hatte was dagegen.

Hochverrat! Die Kommandozentrale wechselt im August über den Rhein

Katze mag Baumwollhemd © landesblog-nrw-braucht-das.deJa, ich gebs ja zu, das hätte nicht sein müssen. Aber der Mensch muss ja ein Dach über dem Kopf haben. Und da, selbst als der Hund zu Hause war, die Katzen auf dem Tisch bzw. Bett schliefen, war die Zeit wohl gekommen, von den Sehenswürdigkeiten in Holweide Abschied zu nehmen und sich jeden Tag vom Nippes Markt wach machen zu lassen. Wohl dem, der früh schon nicht mehr so gut hörte.

Politisch an vorderster Front im September

Was wichtig war und wichtig bleibt, sind zum Ende des Jahres noch zwei politische Angelegenheiten. Die eine schwebt im makrosozialen Raum und kann nur großflächig mit Hilfe vieler Menschen bewältigt werden. Die Frage Plant Deutschland einen Krieg? muss dabei immer erlaubt sein, gestellt zu werden, auch wenn dies bisher nur ein paar „Freaks“ tun, die mit LKWs durch die Republik touren.

Und im mikrosozialen Bereich? Was bringt der November?

Vorbereitungen für den Kältegang © Thilo Götze

Vorbereitungen für den Kältegang

Leider oft nicht viel mehr als das. Die Obdachlosenhilfe Köln bemüht sich, aber die Kältegänge von Januar bis November zum Beispiel überbrücken nur schwerlich das, was jedes Jahr im Dezember losbricht und wie auf Knopfdruck abrupt wieder endet. Obdachlose in Köln können euch dazu noch mehr erzählen, und mein Vorsatz für 2015 ist, dass ich hier einen von ihnen interviewen werde.

In diesem Sinne, macht es gut und besser, kommt gut rüber,

euer Thilo Divide de la y Corneille

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